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Ein Titel ein Vize-Titel und ein Aufstieg

30.09.2018

Schweizer Mannschaftsmeisterschaften Kunstturnen, Schaffhausen 2018
Nachdem vor einer Woche die Einzel Schweizer Meisterschaften in Frauenfeld stattfanden, standen nun die Schweizer Mannschaftsmeisterschaften im Kunstturnen Männer und Frauen in Schaffhausen auf dem Programm. Die Turnerinnen und Turner aus dem Kanton Aargau gehörten wie seit vielen Jahren schon auch diesmal zu den Topfavoriten.

Das NLA Männerteam wurde gebildet von Oliver Hegi, Christian Baumann, Noé Seifert, die alle dem Nationalkader angehören, und Junior Florian Langenegger.
Dieses Quartett versprach Turnkunst der Extraklasse. Hegi, dem an der Einzel SM noch einige Fehler unterliefen, zeigte sich von seiner besten Seite und holte sich Höchstnoten an allen 6 Geräten. Die Flugshow des Europameisters am Reck war ein Augenschmaus der Sonderklasse. Auch Baumann ist wieder fit. Nach einer Verletzungspause zeigte er letztes wie dieses Wochenende eine Top Leistung. Die beiden werden ihren nächsten Ernstkampf mit den Weltbesten Turnern führen, an der WM Ende Oktober in Doha. Seifert, der EM Neuling von diesem Jahr, wusste an beiden Anlässen zu gefallen und zeigte einen starken Sechskampf. Langenegger zeigte als Junior sein Potential. Die Aargauer waren in Schaffhausen unschlagbar. An 5 von 6 Geräten holten sie die höchste Punktzahl, von der ersten bis zur letzten Übung überzeugten sie die Kampfrichter und das zahlreiche Publikum. Den Titel holten sie sich hochverdient mit 7 Punkten Vorsprung auf Dauerrivale Zürich.

In der NLB turnten sich die Aargauer mit Michael Meier, Luca und Matteo Giubellini sowie Luca Murabito und Andreas Gribi auf den 4. Rang. In der NLC erreichte Team Aargau 3 (Mario Brand, Samuel Wällisch, Nico Neeser, Timo Schneider, Manuel Schmid und Cédric Pfäffli) den 5. Rang.

Die letzten 5 Jahre belegten das Team Aargau 1 bei den Frauen jeweils den 2. Rang. Diesmal sollte dies anders werden, waren doch die Voraussetzungen fast ideal. Das Team bestand aus 4 Eliteturnerinnen, die alle am letzten Wochenende an der Einzel SM einen hervorragenden Eindruck hinterlassen haben. Leonie Meier und Anina Wildi holten sich da Silber und Bronze, sowie das Ticket für die WM Ende Oktober. Zusammen mit Anny Wu und Routinier Jessica Diacci sollten sie für die Wende sorgen. Doch es kam nicht soweit. Bereits am Startgerät Stufenbarren mussten Stürze in Kauf genommen werden. Der Zitterbalken tat dann das seine dazu. Keine der Aargauerinnen kam sturzfrei durch ihre Übung. Das Team Tessin 1 um die aktuelle Schweizermeisterin Ilaria Käslin turnte derweil gross auf und vergrösserte ihren Vorsprung mit jeder Übung. Am Boden zeigten dann Wildi und Diacci schwierige und saubere Übungen und wurden dementsprechend gut benotet. Am Sprung holten sich die Aargauerinnen die höchste Punktzahl und wurden wie in den letzten Jahren als Vize- Schweizer Meisterinnen geehrt.

Das Team Aargau 2 startete in der NLB. Sarina Stulz, Malina Blum, Corina Erdin, Daria Hartmann und Chiara Giubellini gehören dem Nachwuchskader A an und sind die kommende Generation der Top Turnerinnen. Sie wurden unterstützt von Stefanie Siegfried, Amateur Schweizer Meisterin 2016. Dank sehr guten Leistungen an allen 4 Geräten konnten sie sich den ersten Platz holen und steigen somit auf. Was bedeutet, das im Jahre 2019 2 Aargauer Teams in der NLA am Start sein werden. Renato Gojkovic, Cheftrainer im RLZ Aargau, war mit dem Abschneiden seiner Turnerinnen mehr als glücklich. Er meinte, dass es nicht einfach war, die richtigen Turnerinnen für die einzelnen Geräte zu definieren, dies aber nun gelungen sei. In einem Team sind bis zu 6 Turnerinnen, 4 starten pro Gerät und die besten 3 Noten kommen in die Wertung.

David Huser, Chef Spitzensport im Aargau, war nach diesem Wochenende ebenfalls mehr als zufrieden. Es sei nicht einfach Glück, dass die Aargauer und Aargauerinnen immer an der Spitze mitturnen können, sondern das Resultat von langjähriger, professioneller Arbeit im RLZ Aargau. Somit wird weitergearbeitet, gefeilt und verbessert. Der Traum den Titel bei den Männern und bei den Frauen im gleichen Jahr zu holen lebt weiter.

Caroline Blum-Halder