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Hybride Kurse – ist das die Zukunft der Aus- und Weiterbildung?

18.11.2020

LWK Jugend vom 12. November 2020 in Rupperswil

 

2020 hat der Aargauer Turnverband mit Aargau Aktiv für Zuhause und TURNovation zwei digitale Projekte innert kürzester Zeit umgesetzt. Jetzt geht der Verband auch im Bereich Aus- und Weiterbildung mit innovativen Ideen voraus und testete am Donnerstag, 12. November 2020 einen hybriden Weiterbildungskurs in Rupperswil. 

 

Die Einschränkungen zur Bewältigung der Corona-Pandemie haben auch einschneidende Auswirkungen auf das Aus- und Weiterbildungsangebot. Unzählige Kurse mussten abgesagt werden. Für den Aargauer Turnverband war schnell klar: Es muss einen Weg geben, wie gewisse Aus- und Weiterbildungen auch in dieser ausserordentlichen Zeit möglich sind. Deshalb wurde innert zwei Wochen ein Konzept für einen hybriden Leiterweiterbildungskurs (LWK) zum Thema Spielparkour Jugend erarbeitet. Am vergangenen Donnerstag wurde dieses Format in Rupperswil erstmals erfolgreich durchgeführt. Anstelle von knapp 50 Teilnehmenden in der Halle befanden sich ausschliesslich 15 Personen physisch vor Ort. Die weiteren Kursteilnehmenden verfolgten das Geschehen über eine Liveübertragung via ZOOM von Zuhause. 

 

Der Ablauf des Kursabends war für Robin Joho als Kursleiter des Aargauer Turnverbandes bestens bekannt und unterschied sich nicht gross von vergangenen Veranstaltungen. Doch er musste zusätzlich die Rolle als Kameramannes übernehmen – das war neu für ihn. Er filmte die Kursinhalte vor Ort und sorgte gemeinsam mit dem STV Rupperswil, dass auch die Teilnahme per Livestream möglich war. Pascal Spano und weitere Vereinsmitglieder des STV Rupperswil nahmen unter Einhaltung des Schutzkonzeptes physisch in der Turnhalle teil. Zu Beginn erklärte jeweils STV-Fachgruppenleiterin Laura Eiholzer die verschiedenen Abläufe und wurde dabei vom Kursleiter gefilmt. Anschliessend zeigten die Teilnehmenden in Rupperswil die entsprechenden Kursinhalte vor. Nach jedem Durchgang stand die Fachgruppenleiterin den Kursteilnehmenden via ZOOM als auch den Personen vor Ort für Fragen zur Verfügung und erklärte, auf was bei der Ausführung zu achten ist. Aus der Sicht von Laura Eiholzer sind solche hybriden Angebote eine interessante Ergänzung für das bisherige Kursangebot: «Es war eine tolle Erfahrung den Kurs in dieser Form durchzuführen. Ich würde dies jederzeit wieder so machen». 

 

Teilnehmer Pascal Spanò war zu Beginn etwas skeptisch. Doch nach dem Kurs hielt er zufrieden fest: «Es war schon ein wenig speziell und etwas völlig Neues, aber es ist definitiv besser, als gar keine Kurse mehr durchzuführen». Auch den Teilnehmenden Zuhause gefiel der Kurs sehr gut und die Rückmeldungen waren äusserst positiv. Dank den neuen Möglichkeiten der Digitalisierung können solche Liveproduktionen problemlos, innert kürzester Zeit und ohne grösseres Equipment umgesetzt werden. Der Aargauer Turnverband prüft nun gemeinsam mit den Kursleitenden, welche Kurse zukünftig in einem solchen hybriden Format durchgeführt werden können.