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Nach 9 Jahren wieder zuoberst auf dem Treppchen

04.10.2021

SM Kutu F 2021 in Winterthur

 

Im Jahre 2012 gewannen die Aargauerinnen letztmals den Schweizer Mannschaftsmeistertitel. Die Turnerinnen die heute in der Nationalliga A für den Aargau am Start waren, waren damals zwischen 1 und 10 Jahren alt. Viele von ihnen wussten noch nicht, dass sie im Jahre 2021 Kunstturnen als Spitzensport betreiben würden, bis zu 24 Stunden in der Woche im regionalen Leistungszentrum in Niederlenz oder gar bereits im nationalen Leistungszentrum in Magglingen trainieren werden. Alles aus sich rausholen, nie aufgeben, immer wieder einen Schritt vorwärts machen werden. Nur eine, die wusste das bereits und die hat heute geliefert. Die Rede ist von Anina Wildi. Viel hat sie national schon gewonnen in den letzten Jahren, aber Schweizer Mannschaftsmeisterin war sie bis heute nicht. Letzte Woche wurde sie offiziell als WM-Teilnehmerin für Ende Oktober in Japan nominiert, dies hat ihr wohl auch das nötige Selbstvertrauen gegeben um einen starken Auftritt an der SMM hinzulegen. Sie war mit Abstand die beste Turnerin in Winterthur und ihre Aargauer Kolleginnen mit ihr zusammen die verdienten Goldmedaillen Trägerinnen an diesem Sonntag.

 

Auf einen Aargauer Sieg deutete in den letzten Tagen nichts direkt hin. Verschiedene kleine Verletzungen brachten Verschiebungen in den verschiedenen Teams, es galt die bestmögliche Formation für die erste Mannschaft zu finden. Kiara Raffin (13-jährig) zeigte neben Anina Wildi ebenfalls einen ausgezeichneten Vierkampf. Daria Hartmann, die seit letztem Sommer in Magglingen trainiert und nach einer Knieverletzung nach 2 Jahren ihren ersten Wettkampf bestritt, wusste an drei Geräten die Kampfrichter:innen zu überzeugen. Ebenso die erst 12-jährige Chiara Roveri. Chiara Giubellini trainiert seit diesem Sommer in Magglingen. Sie und die jüngste im Team, Lia Schumacher unterstützen das Team mit ihren Stufenbarrenübungen.

 

Den Aargauerinnen gelang nicht alles ganz nach Wunsch, den Mitfavorisierten Teams aus Zürich und Bern auch nicht. Deshalb war die Freude im Team, bei den Trainern und bei den Zuschauern gross, als die Aargauerinnen als neue Schweizer Meisterinnen ausgerufen wurden!

 

Eine herbe Enttäuschung gab es für das zweite Aargauer Team (Malina Blum, Anna Schori, Prabh Sing und Melissa Weber) in der Nationalliga B. Ein nicht ganz sauber geturntes Element am Stufenbarren führte zu einer Übung mit zu wenig Elementen was wiederum einen Abzug von ganzen 4 Punkten bedeutete. Da Aargau 2 hier ohne Streichresultat antrat, kam die tiefe Note in die Wertung. Da nützte es auch nichts mehr, dass sie an den Geräten Sprung, Schwebebalken und Boden gute Leistungen abrufen konnten. Der Abstieg aus der NLB in die NLC war nicht mehr zu ändern. 

 

In der NLC trat für den Aargau ein junges Amateur Team mit Jasmin Strebel, Milla Sommer, Sara Stöckli und Lana Azhan an. Sie zeigten vor allem auf dem Bodenviereck ausdrucksstarke Übungen und wurden mit dem guten vierten Rang belohnt.

 

Text: Caroline Blum-Halder